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Historie

Willi Bittkow

Willi Bittkow

Vor unserer Haustür fließt der alte Woltersdorfer Kanal vorbei. Dieser, mit der zugehörigen Plauer Schleuse, war ein wichtiger Handelsweg für die Schifffahrt zwischen Berlin und Hannover. In seiner Nähe siedelten sich 3 Gaststätten an. Das waren das Gasthaus Dorotheenhof, das ehemalige Schützenhaus (jetzt Seeblick) und der Goldene Anker (direkt gegenüber des Dorotheenhofes).

Historischer Blick von der Schleuse zum GasthausHistorischer Blick von der
Schleuse zum Gasthaus

 

Fam. Schindelhauer (Gründer des Gasthauses)

Fam. Schindelhauer
(Gründer des Gasthauses)

 
Das Gasthaus Dorotheenhof wurde erstmals 1848 urkundlich benannt. Der damalige Besitzer, Christian Schindelhauer, beantragte zusammen mit seiner Frau Dorothee ein Gewerbe für eine Schifferkneipe mit dazugehörigem Kommissionshandel. Das Gastwirtspaar bewirtete die Schiffer mit Speis und Trank und versorgte sie mit Gebrauchsgegenständen aller Art, z.B mit Holzpantinen, Schandauern (Filzpantoffeln), Docht, Zylinder und Petroleum für Ihre Lampen und darüber hinaus mit Leberwurst, Hering, u.s.w.

Anlegestelle mit der Dorothee 1 und 2

Anlegestelle mit der
Dorothee 1 und 2

Als dann in den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Wusterwitzer Schleuse und der Neue Kanal eröffnet wurden und damit der alte Woltersdorfer Kanal ausgedient hatte, blieben die Schiffer aus. Der damalige Besitzer in dritter Generation, Willi Bittkow, reagierte darauf mit einer Änderung seines Betreiberkonzepts für das Gasthaus. Er baute den großen Saal für 180 Personen an, errichtete eine Anlegestelle (welche bis heute noch betrieben wird) und wandelte die Schifferkneipe zu einem Ausflugslokal um. Um einen steten Zufluss von Gästen zu gewährleisten, kaufte der Betreiber zwei Passagierdampfer - Dorothee 1 und 2 - an. Da dieses Angebot regen Zuspruch nahm, wurde ein großer Biergarten samt Ausschank eingerichtet. In diesem wurden regelmäßig Freiluftkonzerte abgehalten.

Blick auf den Dorotheenhof

Blick auf den Dorotheenhof

Nach dem 2. Weltkrieg war Willi Bittkow gezwungen, einen Passagierdampfer zur Aufrechterhaltung des Dorotheenhofes zu verkaufen. Der andere wurde von der Roten Armee als Reparationsleistung beschlagnahmt.

Nach dem Tod von Willi Bittkow übernahm seine Tochter, Dorothee Korn, zusammen mit Ihrem Mann Werner, in vierter Generation den Dorotheenhof.

Emilie Bittkow mit Mann und Sohn Willi

Emilie Bittkow
mit Mann und
Sohn Willi

Gasthaus Dorotheenhof mit Brücke über den Kanal

Gasthaus Dorotheenhof
mit Brücke über den Kanal

In den 50iger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden sie genötigt, das Objekt an die Konsumgenossenschaft Brandenburg zu verpachten. Entsprechend der damaligen Ideologie durften so große Objekte nicht mehr durch private Hand geführt werden. Die Unsinnigkeit dieser Zeit gipfelte in der Tatsache, dass die Besitzer nicht weiter in ihrem eigenen Objekt arbeiten durften. Dadurch wurde der Dorotheenhof derart heruntergewirtschaftet, dass es notwendig war, in den Jahren 1972 bis 1975 eine Grundsanierung durchzuführen. Das Kuriose dabei: der Eigentümer musste sie finanzieren, durfte aber nicht bestimmen, wie sie ausgeführt werden sollte. In dieser Zeit erhielt der Dorotheenhof sein jetziges äußeres Aussehen. Nach der Sanierung führten die Besitzer unter der Regie der KG-Brandenburg das Haus weiter.
Nach der Wende, im Jahr 1990, löste sich die KG-Brandenburg auf. Nun übernahmen die Söhne von Dorothee und Werner Korn, Klaus und Bernd, das Gasthaus und es wurde als Familienbetrieb weitergeführt. Durch die jahrzehntelange Misswirtschaft in der DDR waren notwendige finanzielle Mittel für Modernisierungen nicht vorhanden. Dies führte dazu, dass der Dorotheenhof keine neuen Gäste ansprach und sich somit die finanzielle Misere weiter verschärfte. 2005 war dann das endgültige Aus für die fünfte Generation der Gründerfamilie Schindelhauer gekommen. Schweren Herzens beschlossen Klaus und Bernd Korn, das Gasthaus Dorotheenhof an die Familie Nicolai zu verkaufen.

Blick auf den Dorotheenhof 1991

Blick auf den
Dorotheenhof 1991

Dorothee Korn (geb. Bittkow)

Dorothee Korn
(Geb. Bittkow)

Der anfängliche Optimismus der Familie Nicolai erschöpfte sich im Laufe der nächsten 8 Jahren. Der Investionsaufwand zur Erhaltung des Gasthauses überstieg Ihre finanziellen Möglichkeiten, so dass Sie im Jahre 2013 gezwungen waren, das Gasthaus an die Familie Liebschen zu verkaufen.

Die neuen Besitzer schloss das Gasthaus Ende 2013. Im Anschluss erfolgte eine aufwendige Rekonstruktion, wobei das Äußere und Innere aufwendig renoviert und modernisiert wurde. Diese Maßnahmen, in dessen Rahmen 3 Ferienwohnungen im Objekt entstanden, dauerten bis Mai 2015.

Werner Korn

Werner Korn

Mitte Mai 2015 wurde das Gasthaus zum Dorotheenhof, unter Leitung des Geschäftsführers F. Müller, wieder geöffnet.

Mit einem neuen Konzept arbeitet das neue Team daran, das Gasthaus zum Dorotheenhof wieder zu einem Anziehungspunkt für Gäste der näheren und weiteren Umgebung zu machen.

Also dann: „ Auf auf zum Dorotheenhof.“